Eschweiler LIFE

l00 Jahre Birfeld auf der Grabenstraße                                                     Eschweiler LIFE 10/04

 

Aachener Printen sind eine Spezialität, die nur dann so benannt und verkauft werden darf, wenn sie nach echtem Aachener Rezept in Aachen hergestellt werden. Sie haben eine lange Tradition, auch oder gerade in der Konditorei & Cafe Birfeld. Nur - wir befinden uns hier in Eschweiler und nicht in Aachen! Die Führung des Namens „Aachener Printen" für ihr „lebkuchenähnliches Dauergebäck in meist rechteckiger Form" wurde Konditorei & Cafe Birfeld in Eschweiler nach Prüfung durch die Europäische Union in Brüssel als einziger Firma in Eschweiler erlaubt. Denn die Familie Birfeld besitzt das Geheimrezept, wonach schon ein Urahne dieses Gebäck im Jahr 1872 hergestellt hat und das seither von Generation zu Generation weiter gegeben worden ist.

Ältestes Cafe in Eschweiler

Konditorei und Cafe Birfeld sind ohne Zweifel das älteste Cafe der Stadt. Die jetzigen Besitzer, Familie Heinrich Birfeld mit Ehefrau Rosemarie und Sohn Michael, fuhren das Geschäft bereits in der vierten Generation. Trotz intensiver Nachforschungen in alten Kirchenbüchern und Archiven, die der Eschweiler Geschichtsverein zur Verfügung steilen konnte, lässt sich der Ursprung des Unternehmens nicht ganz genau zurückdatieren. Das älteste verfügbare Dokument ist eine Zeitungsannonce aus dem Jahr 1872, in der, Bäckermeister Mathias Josef Birfeld, der Urgroßvater des jetzigen Geschäftsinhabers, in der Ausgabe des Eschweiler Anzeigers vom 21. 12. l872 Kräuterprinten. Spekulatius, Auflauf. Windmasse, Brilliantschaum und Schaumfiguren aller Art anpreist. Damals befand sich das Geschäft noch in der Neustr. 36.

l00 Jahre Grabenstraße

Mittlerweile befinden sich Konditorei & Cafe Birfeld in der Grabenstraße 42 - und das bereits seit 100 Jahren, ein Jubiläum, das dieses Jahr gebührend gefeiert wird. Der Großvater des heutigen Besitzers, ebenfalls ein Heinrich, und seine Frau Helene, die im jetzigen Haus ursprünglich einen Weißwarenladen führte, übersiedelten 1904 in die Grabenstraße 42. Gleichzeitig wurde aus der Bäckerei ein Konditorei-Cafe. Zunächst waren Verkaufsladen und Cafe getrennt, wurden aber 1936 nach Umbau zusammengelegt und die Backstube erweitert.

Bis in die Fünfziger Jahre betrieb man nicht nur den klassischen Cafebetrieb, sondern es gab auch ein Abendgeschäft mit Ausschank alkoholischer Getränke und kleiner Speisekarte. Die Ausschankgenehmigung für Wem und Likör erhielt Heinrich Birfeld schon 1904.

 

Nach dem zweiten Weltkrieg 1946 übernahm der Vater des jetzigen Besitzers, Josef Birfeld, den Betrieb und baute ihn weiter aus. Nach seinem Tod 1970 führte seine Frau das Geschäft 18 Jahre weiter, während Sohn Heinrich die Backstube mit 2 Gesellen und Lehrlingen besorgte. 1988. nach dem auch die Mutter gestorben war. übernahm Heinrich dann endgültige die alleinige Geschäftsführung.

Birfeld-Spezialitäten

Heute ist seine Frau Rosemarie die gute Seele des Betriebes. Sie zeichnet für Verkaufs laden und Cafe verantwortlich. Die berühmten ..Printensträuße" sind ihre Kreation. Heinrich und der 28jährige Sohn Michael, inzwischen Meister seines Faches, wirken gemeinsam in der Backstube.

Spezialität des Hauses ist die Herrentorte, ein luftiges. Gebäck aus vielen dünnen Böden mit einer Zitronen-Weincreme dazwischen, das auf der Zunge zergeht. Als weitere Spezialität gilt die Schokoladen-Cointreau-Buttercreme-Torte von Sohn Michael, die ebenfalls bei der Kundschaft sehr beliebt ist. Obwohl Michael Birfeld gerne Neues probieren möchte, musste er aber feststellen, dass sich nur Weniges auch am Markt durchsetzen lässt. Die Kunden der Konditorei & Cafe Birfeld sind eher konservativ. Die zahlreiche Stammkundschaft hat ihre Favoriten im Angebot von Birfeld längst gefunden. Legendär sind die Festtagstorten von Birfeld. Liebevoll werden Spezialanfertigungen nach individuellen Wünschen für Hochzeit, Taufe. Geburtstag, Jubiläen und ähnlichen Anlässen hergestellt. Da findet man z. B. einen ganzen Tennisplatz auf einer Torte dargestellt, oder die detailgetreue Nachbildung eines Vereinswappens. Zarte Figuren aus Zucker geblasen oder Marzipan modelliert sind das Steckenpferd von Sohn Michael.

Kaffeehauskultur

Besonderen Wert legt man bei Birfeld auf leichte Rezepturen und gute handwerkliche Arbeit. Fertigmischungen für Teig und Cremes kommen nicht zum Einsatz. Man setzt auf Natur und hervorragende Grundzutaten.

Birfeld ist ein beliebter Treffpunkt in Eschweiler. Nachmittags finden sich dort alle Altersstufen ein, um im geschmackvoll eingerichteten Cafe oder auf der Außenterrasse in der Fußgängerzone Kaffee zu trinken und die Kuchenspezialitäten des Hauses zu genießen. Kleingebäcke und Kekse, die täglich frisch gebacken werden, sind, neben den exquisiten Printenpräsenten, ein beliebtes Mitbringsel.

 

[Home] [Hier sind Wir] [Spezialitäten] [Printen] [Festtagstorten] [Presse] [Konditorei &Café] [Jubiläum 2004] [Osterlämmer] [Links]